VJP am 17. April 2010
Verbandsjugendprüfung (VJP) am 17. April 2010
Wir, dazu gehörten Hundeführer, Verbandsrichter, Revierführer, fachkundige Begleiter und Familienmitglieder, trafen uns bei sonnigem Frühlingswetter mit frischem Wind und Temperaturen zwischen 7° und 13° C wie seit vielen Jahren am Mainufer in Flörsheim. Leider stand uns das gewohnte Suchenlokal „Zum Hirsch“ nicht mehr zur Verfügung, da sich das Pächterehepaar Breitvogel nach langjähriger Ankündigung zur Ruhe gesetzt hatte. Nach einigem Suchen erhielten wir von Herrn Hagemann, dem Betreiber der Gaststätte Flörsheimer Bootshaus, die nur wenige Meter weit entfernt von der bisherigen Lokalität liegt, die Zusage, uns wie bisher Räumlichkeiten ab 7.30 Uhr mit Bewirtung für uns bereit zu halten. Nach der Begrüßung untereinander gingen wir in unser neues Suchenlokal, wo der Prüfungsleiter Frank Zannier und der Vorsitzende Martin Löber alle Anwesenden noch einmal offiziell begrüßte. Während der Kontrolle der vorzulegenden bzw. abzugebenden Unterlagen, stimmte sich die Gruppe mit Kaffee auf die Prüfung ein. Die seit Jahren offen durchgeführte Richterbesprechung durch Martin Löber bezog auch die Erstlingsführer angemessen mit ein, so dass nur noch wenige Fragen zu beantworten und Erläuterungen zu geben waren.
Alle 9 gemeldeten Gespanne erschienen und die Revierführer Josef Hergeth (Flörsheim), Jörg Kranz (Hochheim) und Michael Balzer (Marxheim) begaben sich mit ihren Gruppen in die entsprechenden Reviere. Wie seit Jahren erfolgreich praktiziert traf sich der Richterobmann der Gruppe Kloppenheim Dieter Dorn erst vor Ort mit dem Beständer und Revierführer Claus Deußer. Es kann gar nicht in angemessener Weise gewürdigt werden, welche Bedeutung den Revierinhabern zu kommt (Franz Kohl: Flörsheim; Hans Georg und Jochen Petzold und Stanislav Piotroski: Hochheim; Claus Deußer: Kloppenheim und Willi Nix und Ronald Wilhelm: Marxheim), die uns seit vielen Jahren unterstützen und ihre vielfach belasteten Reviere für die gemeinsame Sache, gute Jagdgebrauchshunde heranzubilden und zu prüfen, zur Verfügung stellen. An dieser Stelle ihnen allen ein ganz besonders großer Waidmannsdank! Die Überlegungen, die Reviere möglichst wenig zu beunruhigen, waren u.a. der Hauptgrund, die 9 Hundegespanne nicht wie üblich auf 3, sondern auf 4 Gruppen zu verteilen, was auch die Richter positiv bewerteten.
In diesem Jahr sorgte der etwas strengere und längere Winter dafür, dass sich die Aussaaten der verschiedenen Getreidearten und des Rapses zwar gut, aber nicht zu stark entwickelt hatten. Der gute Besatz an Niederwild und der nicht zu starke Wind boten angemessene Voraussetzungen dafür, dass alle Hunde mehrfach ihr Können an Haar- und Federwild nachweisen konnten, ohne die Hunde arbeitsmäßig zu überfordern. Den Richtern bot sich damit die Möglichkeit, die Hunde nach den in der Prüfungsordnung geforderten Leistungen ausgewogen zu bewerten. Für ihren jahrelangen Einsatz und ihr Engagement danke ich den Verbandsrichtern herzlich, ebenso den Revierführern. Die positive Stimmung setzte sich mit Eintreffen der letzten Gruppe am frühen Nachmittag fort und wir –wie gewohnt auf einer dem Mainfluss zugewandten offenen Terrasse unser gemeinsames Essen einnehmen konnten. Nach einem Prüfungstag, an dem der eine oder andere Führer, insbesondere in den bisher so sicher geglaubten Fächern, von den Leistungen seines Hundes überrascht wurde, freuten sich Vorstand und Richterkollegium mitteilen zu können, dass alle Hunde die Prüfung bestanden hatten.
Suchensieger mit 72 Punkten wurde der DD-Rüde Dachs vom Dyckerland, geführt von Margret Deitermann aus Hochheim, dicht gefolgt von dem DD-Rüden Olex vom Kloster Beselich mit 71 Punkten, geführt von seine Züchter und Besitzer Rudi Kaiser aus Beselich. Es folgten die KIM-Hündin Aika von der Rhöneiche mit ihrem Führer Wolfgang Forler aus Runkel-Wirbelau mit 67 Punkten; die DD-Hündin Anja v. Lüdersburg geführt von Jörg Erwe aus Weilrod mit 65 Punkten; dem W KH-Rüden Enno vom Auenland geführt von Ralf Hartenfels aus Altendiez mit 65 Punkten; der DD-Hündin Catja III vom Gehrenberg geführt von Oliver Urban aus Brechen-Werschau mit 58 Punkten; die KIM-Hündin Gerrit vom Schürhagen geführt von Roland Zeischke aus Hohenstein-Holzhausen mit 57 Punkten; der DD-Hündin Betty von der Tudoburg geführt von Andreas Markworth aus Idstein-Kröftel mit 57 Punkten und dem DD-Rüden Othello vom Hexenturm geführt von Christoph Hönge aus Waldems-Bermbach mit 56 Punkten.
Unser Dank gilt allen Teilnehmern für das ausnahmslos faire und kameradschaftliche Miteinander und die positive Art und Weise des Prüfungsablaufs. Alle stimmten überein, in der Gaststätte Flörsheimer Bootshaus freundlich aufgenommen und gut bewirtet worden zu sein.
Frank Zannier
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Jagdgebrauchshundverein
"Nassau" e.V.