VGP/VPS o.l.E am 01. und 02.10.2011
Die diesjährige VGP/VPS Prüfung fand wieder in bewährter Suchengemeinschaft mit dem „Verein Pudelpointer e.V. Lg. Hessen“ unter Federführung des „JGV Nassau „statt.
Für die VGP waren insgesamt 3 Deutsch-Drahthaar gemeldet, alle mit Übernacht-fährte, hiervon 1 Totverweiser. Für die VPS war 1 Labrador mit Riemenarbeit und ohne Fuchsfächer gemeldet.
Bei schönem Herbstwetter, nur leichtem Wind und spätsommerlichen Temperaturen
hatten wir nahezu ideale Prüfungsbedingungen und es erschienen alle 4 gemeldeten Hundeführer mit Ihren Vierbeinern. Ebenso konnten wir 2 Richteranwärter zur Teilnahme an der Prüfung begrüßen. Auf Grund des in Hessen und Rhl.-Pfalz bestehenden Verbotes der Arbeit an der lebenden Ente, musste die Prüfung wiederum ohne dieses Fach stattfinden. Die VGP-Hunde konnten allerdings alle ein entsprechendes Zeugnis über die erbrachte Arbeit an der lebenden Ente vorlegen.Als Prüfungsreviere standen uns wie in den vergangenen Jahren die Reviere Kirberg, Schwabsburg und der Bärbacher Weiher (FA Nastätten) zur Verfügung.
Nach der Begrüßung und Richterbesprechung am Samstagmorgen am Reitplatz in Kirberg setzten sich die beiden Richtergruppen zur Absolvierung der Wald- u. Wasserfächer in Bewegung. Für die VGP-Hunde begann der Prüfungstag mit den beiden Fuchsfächern. Alle Hunde absolvierten den Fuchs über Hindernis, bei der Fuchsschleppe scheiterte ein DD-Rüde, konnte die Prüfung aber fortsetzen, da er ja am Hindernis bereits bestanden hatte. Die Schweißfährten stellten entsprechend hohe, aber prüfungsgerechte Anforderungen an Hunde und Führer aber am Ende fanden alle Gespanne mit mehr oder weniger großen Schwierigkeiten zum Stück. Der als Totverweiser gemeldete DD-Rüde kam in der freien Suche nicht an das ausgelegte Reh, so dass er die 200m Zusatzfährte ohne Rückruf am Riemen dorthin arbeiten musste. Insgesamt wurden alle Waldfächer von den Gespannen gemeistert, so dass die Führer mit positiver Erwartung die Wasserarbeit antraten. Hier erwartete sie in diesem Jahr mit dem Bärbacher Weiher bei einem guten Wasserstand und einem sehr dichten Schilfgürtel sowie einigen auf dem Wasser anwesenden und scheinbar durch die Mauser flugunfähigen Enten, ein Prüfungsgewässer mit sehr anspruchsvollen Bedingungen. Hier konnten die Hunde wirklich zeigen, wie selbstbewusst sie am Wasser arbeiten und man sah sehr ansprechende Leistungen. Am Ende des Tages konnten alle Hunde die Anforderungen am Wasser erfüllen. Für den zur VPS gemeldeten Labrador-Rüden wurde die Prüfung mit den beiden Federwildarbeiten (Schleppe und freie Verlorensuche) bei kleinen Schwierigkeiten am 1. Tag abgeschlossen und er konnte die Prüfung bestehen.
Am zweiten Prüfungstag trafen wir uns bei gleichsam herrlichem Wetter und gespannten Erwartungen zur Feldarbeit im rheinhessischen Niederwildrevier Schwabsburg. Bei entsprechend ausreichendem Federwild- und gutem Haarwildvorkommen konnten die Hunde in den ausgedehnten Rübenschlägen teilweise sehr gute Arbeiten zeigen. Insbesondere im Vorstehen, Nachziehen und Festmachen boten uns zwei Hunde sehr ansprechende Bilder. Auch die Federwildschleppen und das freie Verlorensuchen wurden von allen Hunden gemeistert. Bei spätsommerlichen Temperaturen von 25 Grad Celsius waren alle Gespanne froh, dass die Prüfung bereits um 13.30 Uhr ihren Abschluss fand und man traf sich dann zur Preisverteilung auf dem Weingut Erich Pelz in Schwabsburg, wo die Teilnehmer unter freiem Himmel und bei herrlichem Sonnenschein bereits gedeckte Tische mit einer großzügigen Weinauswahl und einem reichhaltigen Mittags- und Kuchenbüffet erwartete. Alle gemeldeten Hunde konnten die „Meister“-Prüfung" bestehen. Neben den Prüfungszeugnissen und Urkunden erhielten alle Führer ein zusätzliches Weinpräsent.
Suchensieger der VGP wurde Tatjana Blazejewski mit Ihrer DD-Hündin „Lisa von der Schlossjagd“ mit insgesamt 334 Punkten und einem I. Preis. Das Gespann präsentierte sich an beiden Prüfungstagen als perfekt eingespieltes Team mit souveräner Leistung auf sehr hohem Niveau. Neben dem Wanderpokal und dem Jubiläumsbecher des JGV Nassau konnte Sie die Ehrenplakette des LJV Hessen entgegennehmen. Einen II. Preis mit 320 Punkten erreichte Rudi Kaiser mit dem DD-Rüden „Olex v. Kloster Beselich“.
Harald Maus konnte mit seinem DD-Rüden „Chester v. Schloss Oranienstein“ die Prüfung mit 270 Punkten und einem III. Preis bestehen. Die VPS absolvierte Klaus-Dieter Schüssler mit dem LRet. Rüden „Kronos ex Chelsea“ mit 161 Punkten (auf Grund des fehlenden Nachweises der Arbeit an der lebenden Ente ohne Prämierung).
Bei Kaffee, Kuchen und so manchem Gläschen Wein klang eine harmonische Prüfung dann mit zufriedenen Gesichtern bei Hundeführern und Richtern allmählich aus. Als Prüfungsleiter bedanke ich mich bei allen Führern für das kameradschaftliche und faire Verhalten während des gesamten Prüfungsablaufes, bei den Richtern und Helfern für Ihren Einsatz und bei Erich Pelz und seiner Familie für die gastfreundliche und zuvorkommende Bewirtung auf Ihrem Weingut. Den Revierinhabern des Reviers Kirberg, der Pächtergemeinschaft Schwabsburg und dem FA Nastätten gilt unser herzlicher Dank für die großzügige und uneigennützige Unterstützung, ohne die eine solche Prüfung nicht durchführbar wäre
Allen Führern wünschen wir viel Freude bei der weiteren Arbeit und mit Ihren Hunden und freuen uns auf ein Wiedersehen bei kommenden Veranstaltungen des JGV Nassau.
Martin Löber
Schnappschüsse
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Jagdgebrauchshundverein
"Nassau" e.V.