Langschleppenprüfung am 27.März 2010 um Altendiez und Hirschberg
Wir müssen nachdenken, um uns an einen Winter mit derartig umfangreichen und lang andauernden Schneefällen zu erinnern, wie wir ihn dieses Jahr erlebten. So blieb uns nach mehrmaligem Überprüfen der Revierverhältnisse nichts anderes übrig, als die auf den letzten Sonntag im Februar terminierte Langschleppenprüfung zu verlegen. Schneehöhe und die sich darunter befindlichen Eisplatten stellten eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die beteiligten Menschen, die Hunde und schließlich auch für die Wildtiere dar.
Nach Rücksprache mit dem Revierleiter des an Hirschberg angrenzenden Staatswaldes Altendiez, Herrn G. Lenz, und der spontanen Unterstützung durch das Forstamt Lahnstein, denen wir ganz herzlich danken, konnte der Geländebedarf gedeckt werden, der für die Zusammenlegung mit der zweiten Langschleppenprüfung am 27.März erforderlich war. Zu diesem Zeitpunkt konnten wir nicht wissen, dass am 28. Februar zu den o.a. Wetterverhältnissen auch noch das Orkantief „Xynthia“ toben würde.
Am Morgen des Prüfungstages erschienen von den insgesamt 11 gemeldeten Hunden 9. Der Wettergott war uns trotz des noch einmal unterbrochenen Frühlingsbeginnes gewogen. Der Wind wehte zwar frisch bei wolkenverhangenem Himmel und Temperaturen zwischen 6 und 12 Grad über Null, und bis auf die Zeitdauer einer Schleppe blieben wir vom Regen verschont. Wohltuend genossen wir die Wärme der hin und wieder durchscheinenden Sonnenstrahlen.
Leider bestanden nur 4 der 9 teilnehmenden Hunde die Prüfung. Es zeigte sich einmal mehr, dass ein Hund, der über solch eine große Entfernung in verschiedenartig verleitungsanfälligem Waldgelände mit unvorhersehbaren Ablenkungen, wie z.B. plötzlich auftauchenden Wanderern bzw. Wildkontakten, zielstrebig die Schleppspur hält und das Stück über alle Hindernisse seinem Führer zuträgt, höchste Ansprüche an Wesensfestigkeit, Arbeitsfreude und –wille erfüllt, was vielleicht nicht allen bekannt ist.
Die 1500-Meter Schleppe bestand:
Mavisfligt Forest Fellow FCR Hündin, ZB-Nr.: DRC-F-03-1498 gew.:14.02.2003
Führerin: Anja Grimm, Am Ackerbach 13, 56370 Dörsdorf
Die 1200-Meter-Schleppe bestanden:
Chester vom Schloß Oranienstein, DD-Rüde, ZB-Nr. 205554 gew. 01.12.2007
Führer: Harald Maus, Hirschbergerstr. 19, 65558 Isselbach
Sunny`s Harley of golden Lake, GS-Rüde, ZB-Nr.:221/06 gew.26.10.2006
Führerin: Katrin Tillmann, Sonnenweg 26, 59846 Sundern
Bragg vom Ergenstein FCR-Rüde, ZB-Nr.:DRC-F-07-2557 gew. 20.01.2007
Führer: Axel Höfer, Im Amselbusch 14, 56281 Emmlshausen
Allen, die uns bei der Vorbereitung und praktischen Durchführung halfen, insbesondere den Richterkollegen Otmar Klamp, Rolf-Dieter Suhr und Martin Löber, die etliche Kilometer in z.T. ansteigendem Gelände mit erheblichem Unterwuchs zu laufen hatten, danken wir herzlich. Da auf die lange Distanz weder über Handy noch Funkgerät eine brauchbare Verständigung hergestellt werden konnte, fuhren diese mit dem „Lada“ ständig abwechselnd hin und her. So berichtete der Autokurier von der Ankunft des „Ziehenden“ am Schleppenende dem Richter am Anschuss, dass der Hund angesetzt werden konnte. Dann fuhr er wieder ans Schleppenende um über das Aufnehmen des Kaninchens oder über das Ausbleiben des Hundes zu berichten usw.. Ein zusätzlicher Dank gebührt Martin Löber, der die praktische Prüfungsdurchführung organisierte und sowohl in seinem Revier Hirschberg als auch im Staatswald Altendiez den Schleppenverlauf und die entsprechenden Distanzen markierte.
Für das kameradschaftliche und faire Verhalten während des gesamten Prüfungsablaufes danken wir allen Teilnehmern und wünschen den Führern weiterhin viel Freude und Engagement bei der Arbeit mit ihren Hunden
Frank Zannier
Jagdgebrauchshundverein
"Nassau" e.V.