Familientag am 21.08.2011

Leider bescherte uns der Wettergott am Morgen unseres traditionellen Familientages
ausnahmsweise einmal keinen Sonnenschein. Doch das tat der Veranstaltung in
keinerlei Hinsicht einen Abbruch, zumal gegen Mittag sich die Sonne so durchsetzte ,
dass man in der Regenjacke zu schwitzen anfing. Die ersten Übungswilligen
trudelten schon während der letzten Aufbauarbeiten ein, die, für die meisten nicht
sichtbar, mit einem umfangreichen Arbeitsaufwand verbunden sind.
Während sich vorwiegend einige von denjenigen, die sich auf die anstehenden
Prüfungen vorbereiten, für die Wasserübungen direkt den Bärbachweiher anfuhren,
sammelte sich eine weitere Gruppe am Reitplatz, um dorthin aufzubrechen.
Erfreulicherweise wurden die guten Wasserverhältnisse zahlreich unter Anleitung
von Otmar Klamp und Assistenz von Iris Lemp genutzt.
Der Wunsch nach Schleppenarbeit mit den vierläufigen Helfern, die Martin Kaiser
leitete, hielt sich in diesem Jahr sehr in Grenzen. Zur Mittagszeit entwickelte sich die
Zahl der Besucher positiv.
Teilnehmer und Gäste konnten sich bei Steaks, Wildschweinbratwurst und einer
angemessenen Getränkeauswahl sowie einem überaus vielseitigen und
umfangreichen Kuchenbuffet mit Kaffee und Tee stärken.
Inhalt und Form unserer Familientage sind nur möglich, weil sich so viele Menschen
für das Gelingen ehrenamtlich engagieren und aktiv mithelfen. Dazu gehören die
Frauen, die Kuchen backen und spenden, die zahlreichen Betreuer und Helfer an den
verschiedensten Stellen, alle Vorstandsmitglieder. Allen gilt unser Dank. Ein weiteres
Dankeschön sagen wir dem Reitverein Kirberg mit seinem Vorsitzenden, Herrn
Deußer, für die kostenlose Überlassung der überdachten, gut ausgestatteten Anlage
sowie dem Revierpächter von Kirberg-Ost, Herrn Becker, für die wiederholte
Möglichkeit nicht nur an diesem Tag in Wald und Flur seines Reviers mit den
Hunden zu üben.
Nach dem Mittagessen setzte sich eine erwartungsvolle, zahlenmäßig umfangreiche,
Gruppe von Hundeführern, Begleitern und Zuschauern in Richtung Waldlichtung in
Bewegung, wo in einer kleineren Dickung die von Rainer Brod sehr detailgetreu
gebaute „Pendelsau“ schon montiert war, die er mit Hilfe eines Assistenten und
eines Seiles zum „Leben“ erweckte.
Da zwei Jahre zuvor das Angebot der praktischen Übungen zum Kennenlernen des
Schwarzwildes an der pendelnden Sauattrappe („Pendelsau“) unter Leitung von
Manfred Bördner von vielen Hundeführern genutzt worden war, übertraf die in
diesem Jahr wiederum große Beteiligung unsere Erwartungen.
Die nun folgenden Übungen beschrieb Martin Löber auf Seite 48 unserer
Ho`Rüd`hoh Ausgabe 2010 ausführlich. „Es handelt sich hierbei um eine mit einer
frischen Sauschwarte und einem Holzbock hergestellte Sauattrappe, die am
Dickungsrand aufgehängt und mittels eines Seiles bewegt wird und somit die
Attacke eines angreifenden Stückes Schwarzwild vortäuscht“ … „Hierzu wurden die
Hunde auf einer Wundspur zunächst am Riemen in Richtung Sau gearbeitet und
dann ca. 40 m vor dem Dickungsrand geschnallt. Kurz bevor die Hunde die Sau
dann erreicht hatten, brach diese aus der Dickung heraus, und durch das Pendeln
wurde eine fortwährende Attacke vorgetäuscht. Schnell wurde hier sichtbar, welche
Hunde schon Sau-Erfahrung hatten und welche zum ersten Mal einem
annehmenden Schwarzkittel begegneten.
Ziel der Übung ist es, dass die Hunde die Sau stellen und verbellen und nicht
unvorsichtig annehmen, um selbst nicht gefährdet zu werden.“
Während Rainer Brod die neue „Pendelsau“ baute und Aufbau, Organisation und
Durchführung leitete, gab Manfred Bördner den Hundeführern Anleitungen, ihren
zurückhaltenden Hund zu ermuntern und zum Verbellen zu bringen und
unvorsichtigere, aggressivere Hunde kurz vor bzw. nach dem Annehmen
abzutragen.
Es zeigte sich erneut, dass diese Übungsform hervorragend geeignet ist, unsere
weniger erfahrenen Hunde ohne Verletzungen zu einem angemessenen Verhalten
am Schwarzwild zu bringen.
Wie seit vielen Jahren klang der Familientag in gemütlicher Runde mit
Fachgesprächen und dem Austauschen von Erlebnissen mit unseren vierläufigen
Jagdhelfern in einer entspannten Atmosphäre am Nachmittag aus.

 

Frank Zannier